Features

Sonntag 00:05 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Ein Jahr Ost-Berlin - Eine Vater-Sohn-Geschichte Von Øle Schmidt Der Autor war drei Jahre alt, als sein Vater, Mitglied der DKP, 1974 mitsamt Familie zum Studium nach Ostberlin ging. Nun reisen Vater und Sohn noch einmal - in eine scheinbar versunkene Zeit. Der Vater arbeitete beim Parteivorstand der Deutschen Kommunistischen Partei. "Die Partei" war so etwas wie die Westvertretung der SED, ein proletarisches U-Boot im Herzen des dekadenten Kapitalismus. Um den Vater zu einem prinzipienfesten Kapitän im Kalten Krieg zu machen, schickten ihn die Genossen zum Studium hinter die Mauer. Der Verfassungsschutz durfte von der Sache keinen Wind bekommen. Und Ehefrau und Kind waren von dem schrägen Ortswechsel nicht wirklich begeistert. 45 Jahre später fahren Vater und Sohn wieder in den Osten Berlins, suchen nach der Kaderschmiede, blättern in Stasi-Akten und sprechen über sozialistische Kindererziehung. Der Sohn will verstehen, warum sein Vater Kommunist geworden ist. Produktion: DLF 2020

Sonntag 07:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kakadu für Frühaufsteher

Feature Eine Ente im 10. Stock Von Silke Wolfrum Deutschlandfunk Kultur 2020 Moderation: Ulrike Jährling Ausgerechnet den Blumenkasten im 10. Stock eines Hochhauses hat sich eine Entenmama ausgesucht, um dort in einem Blumenkasten ein Nest zu bauen und ihre Eier auszubrüten. Ob das gut ausgeht? Auf dem Balkon der Wohnung im 10. Stock hat sich eine Stockente eingenistet und brütet dort ihre Eier aus. Matti und Fanny kümmern sich um die werdende Mama auf dem Balkon ihrer Großeltern und eines Morgens sind alle Eier ausgebrütet und süße acht Küken sitzen eng aneinanderkuschelt in dem Nest im Blumenkasten. Doch damit beginnt die eigentliche Geschichte erst, denn irgendwann ist das Nest leer und Entenmama und Küken verschwunden. Doch wo können sie sein? Weggeflogen? Wohl kaum, denn Entenküken können noch gar nicht fliegen. Heruntergefallen? Zum Glück finden sich keine verletzten Tiere zehn Stockwerke tiefer auf der Wiese. Aber irgendwo müssen sie doch sein? Womöglich sind sie auf einen der Nachbarbalkone umgezogen. Eine aufregende Suche beginnt.

Sonntag 11:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Erinnerungslücke 1980 - Das Terror-Jahr der Rechten Von Philipp Schnee Nguy?n Ng?c Châu, Shlomo Levin, Frieda Poeschke. Kaum jemand kennt die Namen derer, die 1980 von Rechtsextremen ermordet wurden, in Hamburg, Erlangen und auf dem Münchner Oktoberfest. Rechte Gewalt hat eine lange Kontinuität. Bei einem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 sterben 13 Menschen. Das ist bis heute der schwerste Terrorakt in der bundesdeutschen Geschichte. Aber nicht der einzige in diesem Jahr. Ebenfalls 1980 schlägt eine Neonazi-Gruppe allein sieben Mal zu und tötet u.a. in Hamburg die Asylbewerber Nguy?n Ng?c Châu und Ð? Anh Lân. In Erlangen werden der Rabbiner Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke ermordet. Zwei Schweizer Grenzbeamte werden von dem Rechtsextremisten Frank Schubert erschossen. Warum kann sich kaum jemand an diesen Terror, die Opfer, die Täter erinnern? Sie scheinen in der bundesdeutschen Geschichte weitgehend ausgeblendet. Wer sich aber an die lange Kontinuität des rechten Terrors nicht erinnert, unterschätzt ihn auch leicht in der Gegenwart. Das könnte fatale Konsequenzen haben. Produktion: SWR 2020 Wiederholung: 23.04 Uhr

Sonntag 11:05 Uhr NDR Info

Das Feature

Kairo fragt: Wie geht es Dir? Eine digitale Flaschenpost in Corona-Zeiten Von Mahmoud Tawfik NDR 2020 / Ursendung Ende März 2020. Ab 19 Uhr ist Ausgangssperre in Kairo. Journalisten und Ärzte dürfen trotzdem unterwegs sein. Der Autor nutzt sein Privileg und geht in seinem Viertel spazieren. Nach dem Putsch von 2013 ist dies die zweite Ausgangssperre, die er in Kairo erlebt. Eine apokalyptische Szene. Das Coronavirus macht den Menschen mehr Angst als Bombenanschläge. Mahmoud Tawfik schickt eine Liste von Fragen als Text- und Audio-Nachricht auf Arabisch, Englisch und Deutsch an je zwei Freunde - mit der Bitte, diese zu beantworten und ihrerseits an je zwei Personen weiterzuleiten. Wohin führt die digitale Flaschenpost in Corona-Zeiten? Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Halbstündlich Nachrichten Erstsendung um 11:05 Uhr auf NDR Info, Wiederholung um 15:05 Uhr auf NDR Info und NDR Info Spezial Das Feature

Sonntag 14:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

Die Überall-Musik Von der Fahrstuhl-Musik zum Streaming Von Ina Plodroch (Produktion: DLF 2020) 1936 ertönt das erste Mal Musik im Fahrstuhl, um die Menschen zu beruhigen. Die Firma Muzak hat diese Musik geprägt und der Name ist bis heute Synonym für diese Funktionsmusik. Zur Beruhigung im Fahrstuhl, für den Kaufreiz im Geschäft, für die Effektivität bei der Arbeit. Heute ist Musik Stimmungsverstärker überall für alles. Die Playlists der Streamingdienste versorgen ihre Hörerinnen und Hörer mit einem Klangteppich für alle Gelegenheiten, angepasst auf Puls und Psyche und Hormonspiegel. Damit scheint die Hintergrundmusik endgültig in den Vordergrund zu rücken.

Sonntag 15:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Vom guten Leben Eine sächsische Rudererfahrung Von Ulrike Bajohr Zwei Wanderruderer auf der Elbe: eine besondere Flussreise von der tschechischen Grenze bis zur Stadt Torgau in Nordsachsen. Was ist ein gutes Leben? Wenn Wollen und Müssen, Dürfen und Können in eins fallen! Der Plan ist: Das gute Leben anderer zu suchen, indem man selber gut lebt. Indem zwei zum Beispiel ihre Lieblingssportart betreiben und das Glück, das sie dabei begleitet (jedenfalls meistens) dazu nutzen, anderen gute Laune zu machen. Sie zum Erzählen zu animieren. Fröhlich freiwillig vorurteilsfrei. Das ist wichtig, denn die zwei sind nicht nur Wanderruderer, sondern auch "Lügenpresse"-Vertreter auf Exkursion in einer besonders schönen, besonders geliebten und besonders geschmähten Gegend: auf und an der Elbe in Sachsen - von Deutschkilometer Null bis 144. Von der tschechischen Grenze bis Torgau. Geschichten tun sich auf, vom Wollendürfenkönnenmüssen. Im Glauben, beim Schreiben, beim Weinbau und Vereinegründen. Im Kampf gegen Krebs und das schlechte Image einer Kleinstadt. Beim Helfen, Lieben, Angeln, Fliegen und Schimpfen. Beim Rudern und Sächsisch Sprechen. Wobei das mit dem Können so eine Sache ist: Im Rudern hat der Steuermann die Nase vorn. Die Schlagfrau ist vielleicht im Wollen etwas stärker - und im Dialekt. Sie kommt aus Sachsen. Der Wessi, der im Boot das Sagen hat, scheitert an der Mundart, so sehr er auch will. Aber er muss ja nicht, er darf. Produktion: DLF 2017

Sonntag 15:05 Uhr NDR Info

Das Feature

Kairo fragt: Wie geht es Dir? Eine digitale Flaschenpost in Corona-Zeiten Von Mahmoud Tawfik NDR 2020 / Ursendung Ende März 2020. Ab 19 Uhr ist Ausgangssperre in Kairo. Journalisten und Ärzte dürfen trotzdem unterwegs sein. Der Autor nutzt sein Privileg und geht in seinem Viertel spazieren. Nach dem Putsch von 2013 ist dies die zweite Ausgangssperre, die er in Kairo erlebt. Eine apokalyptische Szene. Das Coronavirus macht den Menschen mehr Angst als Bombenanschläge. Mahmoud Tawfik schickt eine Liste von Fragen als Text- und Audio-Nachricht auf Arabisch, Englisch und Deutsch an je zwei Freunde - mit der Bitte, diese zu beantworten und ihrerseits an je zwei Personen weiterzuleiten. Wohin führt die digitale Flaschenpost in Corona-Zeiten? Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Halbstündlich Nachrichten Erstsendung um 11:05 Uhr auf NDR Info, Wiederholung um 15:05 Uhr auf NDR Info und NDR Info Spezial Das Feature

Sonntag 18:04 Uhr HR2

Feature

Vier Tage Angst | Till Ottlitz Wir schreiben das Jahr 1973: Bärbel will aus der DDR in den Westen fliehen - mit Hilfe amerikanischer Soldaten über den Checkpoint Charlie in Berlin. Doch dann geht alles furchtbar schief.

Sonntag 19:30 Uhr SWR2

SWR2 Mehrspur

Radio reflektiert Mit Wolfram Wessels In "Mehrspur. Radio reflektiert" geht es ums Radio, ums Radiomachen, um Feature und Hörspiel - wie in dem Internetprojekt Dokublog.de auch. Deshalb werden hier die Beiträge von der Seite einmal im Monat gesendet. Neben den Dokublog-Features und -O-Tönen enthält die Sendung Essays, Analysen, Meinungen und Neues aus der Welt des Radios.

Sonntag 20:15 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Der Ruhestand steht dir schlecht." Porträt der Autorin Milena Michiko Flasar. Feature von Claudia Gschweitl Die Gefahr, am Ende des Berufslebens in ein seelisches Tief zu geraten, ist bekannt. Der Pensionsschock trifft vor allem Menschen, die sich über ihre Arbeit definiert haben, vorwiegend sind das Männer. Doch dass auch die Ehefrauen unter der Pensionierung ihrer vormals vielbeschäftigten Gatten leiden können, davon erzählt Milena Michiko Flasar: "Der Ruhestand steht dir schlecht. Deine Frau hat bestimmt schon die Schnauze voll von dir", heißt es in ihrem Buch "Herr Kato spielt Familie". Das Phänomen hat sogar einen Namen: Retired Husband Syndrome, auf Deutsch Pensionierter-Ehemann-Syndrom. In Japan wurde dieses Syndrom, das zu Hautausschlägen, Rückenschmerzen und sogar zu Herzbeschwerden führen kann, als erstes untersucht. Die Scheidungsrate ist dort bei Pensionisten in den letzten Jahren stark gestiegen. Ähnliche Auswirkungen dürfte in ein paar Monaten die Corona-Krise zeigen. Was es bedeutet, zu Hause eingesperrt zu sein, das weiß man in Japan nicht erst seit den Quarantäne-Maßnahmen. Der Rückzug in die eigenen vier Wände ist dort ein Massenphänomen, dem sich Flasar in ihrem 2012 erschienen Buch "Ich nannte ihn Krawatte" widmet. "Hikikomori" nennt man in Japan Menschen, die sich vollkommen von der Gesellschaft abwenden. Schätzungen zufolge leben in Japan bis zu eine Million Menschen in dieser selbstgewählten Isolation. Viele verlassen ihr Zimmer jahrelang nicht. In den "Tonspuren" spricht die 1980 in St. Pölten geborene Autorin mit japanischen Wurzeln über den Rückzug aus dem Arbeitsleben, den Rückzug aus der Gesellschaft, die damit gewonnene Zeit und neues Glück.

Sonntag 21:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Die Flucht meiner Mutter aus der DDR Ein Feature von Till Ottlitz BR 2019

Sonntag 23:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Erinnerungslücke 1980 - Das Terror-Jahr der Rechten Von Philipp Schnee Nguy?n Ng?c Châu, Shlomo Levin, Frieda Poeschke. Kaum jemand kennt die Namen derer, die 1980 von Rechtsextremen ermordet wurden, in Hamburg, Erlangen und auf dem Münchner Oktoberfest. Rechte Gewalt hat eine lange Kontinuität. Bei einem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 sterben 13 Menschen. Das ist bis heute der schwerste Terrorakt in der bundesdeutschen Geschichte. Aber nicht der einzige in diesem Jahr. Ebenfalls 1980 schlägt eine Neonazi-Gruppe allein sieben Mal zu und tötet u.a. in Hamburg die Asylbewerber Nguy?n Ng?c Châu und Ð? Anh Lân. In Erlangen werden der Rabbiner Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke ermordet. Zwei Schweizer Grenzbeamte werden von dem Rechtsextremisten Frank Schubert erschossen. Warum kann sich kaum jemand an diesen Terror, die Opfer, die Täter erinnern? Sie scheinen in der bundesdeutschen Geschichte weitgehend ausgeblendet. Wer sich aber an die lange Kontinuität des rechten Terrors nicht erinnert, unterschätzt ihn auch leicht in der Gegenwart. Das könnte fatale Konsequenzen haben. Produktion: SWR 2020

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